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Das Verlorenes Kapitel



Wir alle haben uns früher oder später schon mal geärgert, als wir erfahren haben, dass Miura uns im Manga ein Kapitel vorenthalten hat. Unverschämtheit! Extrem fies! Wie konnte er nur?! Aber bevor wir nun an die Decke gehen und uns irgend so ein 60er Jahre Reklamemännchen mit Krone auf dem Kopf zum Rauchen anstiftet, versuchen wir einfach mal etwas über dieses Kapitel herauszufinden. Worum geht es darin überhaupt? Ist es überhaupt unentbehrlich für die Handlung oder könnten wir damit viel mehr über die Berserk-Welt wissen, als bisher preisgegeben wurde? Und warum, zum Geier, ist es in keinem Manga-Band weltweit zu finden?! Hier nun also eine kleine Info-Ecke, die euch hoffentlich einen kleinen Überblick verschafft und euch etwas milder stimmt. Ansonsten: "Halt, mein Freund! Wer wird denn gleich in die Luft gehen...?!"



Worum es in diesem Kapitel überhaupt geht
Fangen wir zuerst einmal dort an, wo das vorherige Kapitel aufhört. Griffith hat beschlossen, die Falken zu opfern und sein Geist schwebt nun in einer anderen Ebene des Seins. Er wundert sich, dass er immer tiefer in die Dunkelheit sinkt, dass die Tode seiner Kameraden durch ihn hindurchgehen und er nichts fühlt. Dann sieht er eine große Menge Behelithen, die in die materielle Welt gespült werden. Eine Stimme erklärt ihm, was es mit den Behelithen auf sich hat. Als Schlussbild sehen wir schemenhaft ein riesiges Gebilde mit großen röhrenförmigen Fortsätzen. Griffith fragt, ob dieses Gebilde Gott sei. Hier endet das Kapitel "Der Gott im Abgrund" in Band 13, dessen Titel bisher nicht wirklich viel aussagt. Im Manga geht es nun mit dem Kapitel "Frisches Blut" weiter, in dem Guts um sein Leben kämpft und begreift, dass so gut wie alle seine Gefährten tot sind. In Wirklichkeit kommt davor noch dieses mysteriöse "Lost Chapter". Es trägt, frei übersetzt, den Namen "Der Gott im Abgrund, Teil 2" und nun macht der Titel auch Sinn. Ein längerer Dialog zwischen Griffith und diesem "Gott" nimmt seinen Lauf.

(ACHTUNG! Der folgende Text ist die deutsche Selfmade-Übersetzung einer ins Englische übersetzten Kopie des Kapitels)

Griffith: "… Gott?"
Gott: "Willkommen, Mensch."
Griffith: "Bist du Gott?"
(Irgendetwas strömt aus den Röhren des Gebildes heraus und es beginnt sich zu drehen,)
Gott: "Ich bin die Idee. Der erwünschte Gott. Die Idee des Bösen."
(Man sieht nun etwas mehr von Gott. Er sieht in etwa aus wie ein menschliches Herz, von dem aus sich zwei Tentakel spiralförmig nach unten in die Unendlichkeit winden.)
Griffith: "Gott… Das ist Gott? Dieser riesige... Fleischklumpen?"
Gott: "Was du siehst, ist ein Teil von mir. Mein Kern. Sieh dich um."
(Man sieht die Szenerie aus einer noch größeren Entfernung und erkennt, dass der Gott durch seine Drehung und das, was aus seinen Röhren dringt, einen Strudel gebildet hat, der genauso aussieht wie der Seelenstrudel, der in Band 3 die Seele des Grafen in die Hölle zieht.)
Griffith: "Was ist das?"
Gott: "Ein Ozean der Gefühle. Alle Menschen haben tief in ihren Seelen ein gemeinschaftliches Bewusstsein, das ihre Individualität überschreitet. Ihr kollektives Bewusstsein als Spezies. Diese dunkle Seite ist dieser anschwellende Ozean. Aus diesen Schwällen wurde ich geboren. Als das Ego der Welt."
(Nun kann man erkennen, dass in den Zwischenräumen der Fleischwülste Gottes viele Augen sitzen.)
Gott: "Ich bin die Welt. Die Dunkelheit, die im Herzen jedes Menschen wohnt. Die Idee des Bösen. Das ist Gott."
Griffith: "Gott, das… Heißt das... Heißt das, dass es die Menschen waren, die Gott erschufen? Heißt das, dass es die Menschen waren, die dies wünschten? Dieses schreckliche Ding? Das sieht aus wie..."
Gott: "Die Hölle. Manche nennen es so."
Griffith: "Die Hölle..."
Gott: "Dies ist nur die Oberfläche der vielfachen Schichten des ganzen Bewusstseins. Aber du weißt – du weißt, dass dieser Ort schrecklich menschlich ist. Gewalt und Einsamkeit... Dieser Ort ist voll mit allen möglichen Arten von verschwommenen negativen Gefühlen. Dies ist wahrlich der Wille, der die menschliche Natur definiert."
Griffith: "... Ja, es stimmt. Es ist... in mir. Ich kann es fühlen. Aber warum? Warum wurdest du geboren? Warum gebaren die Menschen diesen Willen, der Gott genannt wird?"
Gott: "Die Menschen begehrten Gründe. Gründe für Leid. Gründe für Trauer. Gründe für das Leben. Gründe für den Tod. Warum waren ihre Leben erfüllt von Leiden? Warum waren ihre Tode absurd? Sie wollten Gründe für ein Schicksal, das ihr Wissen übersteigt."
Griffith: "Und das war Gott..."
Gott: "Und ich erschuf sie (die Gründe, Anm. d. Übers.). Das ist es, was ich brauchte, um zu existieren. Ich kontrolliere das Schicksal. Während ich dem Willen der Essenz der menschlichen Rasse gehorche, webe ich das Schicksal jedes Menschen."
Griffith: "... Heißt das, dass du es bist, der mein Schicksal in den Händen hält? Dass du derjenige bist, der alles so arrangiert hat, dass alles so passierte wie es immer passiert ist?"
Gott: "Es wurde in ferner Vergangenheit so eingerichtet, dass du hier sein würdest. Während ich die niederen Ebenen des menschlichen Bewusstseins beeinflusste und Blut mit Blut vermischte, erschuf ich das Geblüt, das dich als den Mann gebar, der du jetzt bist. Um dir den Weg in den Zeiten, in denen du geboren wurdest, zu ebnen, manipulierte ich die Geschichte und schuf einen angemessenen Zusammenhang für dich. Alle Begegnungen, die du bisher hattest, waren ein Teil der Bestimmung, die dich hier her führte."
Griffith: "... Die Bestimmung... Meine... Gott! Was willst du von mir?!"
Gott: "Sei, was du sein willst. Ich wohne tief in deinem Herzen, ich bin ein Teil von dir. Du bist ein Teil des Bewusstseins deiner Rasse, ein Teil von mir. Deine Bestimmung ist auch meine Bestimmung. Deine Taten ebenso. Beweise, dass sie richtig für deine Rasse als Ganzes sind. Mögen sie den Menschen Leid oder Erlösung bringen. Tu was du willst, Auserwählter."
Griffith: "Wenn das so ist, möchte ich Flügel haben."
(Griffith wird nun von dem Strudel erfasst.)
Gott: "Nimm sie mit dir, die Kraft, mit der diese innere Welt angefüllt ist, und ändere das physische Feld, das dein Körper ist, in eine angemessene Form für deine Aufgabe."
(Aus der Ferne sieht man nur noch den Strudel und die Silhouette einer Gestalt mit Flügeln.)

So endet das Kapitel. Als nächstes widmet sich die Handlung wieder Guts, der seine Apostelmassenschlachtung fortführt und vom Altar in einen See von Blut stürzt, wo in seinen Armen Gaston stirbt... Doch, wie Michel Ende das ausdrücken würde: "Dies ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden."



Auswirkungen auf die Handlung – ist dieses Kapitel nun wichtig oder nicht?
Nun, das muss wohl jeder für sich entscheiden. Sicher trägt es einiges zum Verständnis bei, wie Griffith zu dem wurde, der er nun ist. Man erfährt auch, was während der Finsternis mit ihm passierte. Aber andererseits befindet sich in diesem Kapitel auch kein Handlungsstrang, der zum Verstehen der Story unentbehrlich wäre. Somit ist das Fehlen des Kapitels zwar sehr schade, aber ein großer Abbruch ist es nun auch wieder nicht.



Und warum ist es nicht im Manga zu finden?
Nun, im japanischen Comicmagazin "Young Animal", in dem Berserk kapitelweise erscheint, ist das "Lost Chapter" veröffentlicht worden, daher existieren auch Scans davon. Miura ist erst später aufgefallen, dass er mit diesem Kapitel etwas in die Handlung hat einfließen lassen, das er eigentlich gar nicht darin haben wollte. Er wollte in der Story von Berserk keine Unterteilung von schwarz und weiß, gut und böse oder Gott und Teufel. Dadurch, dass er dieses Gebilde, das sich als Gott bezeichnet, in die Story eingeführt hatte, war Gott nicht mehr einfach nur eine spirituelle Wesenheit, an die die Menschen einfach glaubten. Er wurde zu einem wirklich existierenden Wesen, dessen Existenz gezeigt wurde und überschritt die Grenze zu der schlichten Religion, wie sie des öfteren zu sehen ist. Und so veranlasste Miura, dass dieses Kapitel in den Manga-Bänden nicht erscheinen sollte. (Manga 13 - Kapitel 83)

 

 



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