Berserk Fan

 

Berserk Fan



 » Episodenguide
 » Cast & Crew

Musik
 » Inferno [Single]





[Dreamcast]
Sword of Berserk
Guts' Rage
 » Startseite
 » Beschreibung
 » Anleitungen
 » Screenshots
 » Artworks
 » Extra
 » Soundtrack
 » Let's Play

[Playstation 2]
Berserk Millenium Falken
Der heilge Teufelskrieg
 » Startseite
 » Anleitung
 » Branded Box
 » Synchronisation
 » Werbung
 » Screenshots
 » Extra
 » Soundtrack
 » Let's Play

Andere Spiele
 » Dragon's Dogma
 » Berserk GREE
 » Einarmiger Bandit
 » Berserk Mods

 

 

 

FanFiction | Beacon-fire of love



Autor: Tali
Titel: Beacon-fire of love
E-Mail: evil_tali_chan@yahoo.de
Serie:
Berserk
Pairing: GutsxGriffith, OwenxRaban
Rating: G
Kategorie: Süßer Shonen-Ai :]
Disclaimer: Gehört alles Mr. Miura, unserem großen Sensei. Deshalb habe ich auch kein Geld mit diesem kleinen Geschichten Etwas verdient.

'....' Gedanken

* Szenenwechsel


~Beacon-fire of love~


Ein flaues Gefühl hatte sich am Morgen in seiner Magengegend breitgemacht und war, jetzt wo sich der Tag neigte, noch immer nicht verschwunden. Um ihn herum saßen die größten Männer Midlands, Herzöge und Lords, die nie in ihrem Leben Selbstzweifel und Furcht gekannt hatten, außer vielleicht der, mit leeren Händen dazustehen.

Griffith kannte diese Furcht nicht. Er war mit leeren Händen geboren worden und selbst alle elterliche Liebe, die seine Erzeuger ihm hätten geben können, hätte es nicht vermocht, sie zu füllen. Alles, was Griffith war und besaß, verdankte er sich selbst, indem er seine leeren Hände mit dem Griff eines Schwertes gefüllt und sich aus dem Staub der Gassen erhoben hatte. Die Existenzängste eines Noblen waren Griffith vollkommen fremd, aber trotzdem hatte der General der Falken einen wunden Punkt. Und die Tatsache, dass er selbst es nicht gewusst hatte, machte die ganze Angelegenheit noch schlimmer für ihn.

Und sie wollte nicht weichen, diese Angst, die sich in seinem Inneren breitgemacht hatte...

Seit gestern befand er sich in Klausur zusammen mit den anderen Feldherren Midlands. Eine Situation, die genauso unausweichlich, wie unerträglich für ihn war. Es war eine Zumutung an seinen freien Verstand, sich auf das Niveau dieser Kretins hinab begeben zu müssen und ihre nichtssagenden, hohlen Phrasen zu ertragen. Diese Männer hatten zwar schon viele Kämpfe gesehen - aber niemals von einem anderen Platz aus, als dem Feldherrenhügel. Hinzu kam die Ungewissheit...

Vorspeisen und Hauptgang wurden auf und abgetragen, ohne dass Griffith mehr als einen Happen zu sich genommen hätte und schon lange spürte er die neugierigen Blicke auf sich ruhen, hörte leise geflüstert ihre hämischen Fragen. "Was, der General der Falken appetitlos wie ein junges Mädchen vor der Hochzeitsnacht?" "Ist vielleicht doch etwas wahr an den Gerüchten, dass Griffith allein mit den Falken wohl nicht so weit gekommen wäre und nun hat er Angst, seine Vormachtstellung zu verlieren..."

Das Schlimmste war, dass sie Recht hatten. Niemals durfte man erfahren, wie viel Guts und Kjaskar für die Falken bedeuteten! Griffith wusste, dass sein Ruhm Hand in Hand ging, mit dem Ruf seiner Unbesiegbarkeit. Und doch hatte er sich schon so weit verraten, die beiden als das Herz seiner Truppe zu bezeichnen. Griffith stöhnte innerlich über diesen Fauxpas: Wenn man das Vertrauen in ihn verlor, war alles, was er bis jetzt in Midland erreicht hatte, umsonst.

Das Dessert wurde aufgetischt und Griffith wagte einen Blick auf den König zu werfen, der wie immer nach Lord Julius Tod den Sitzungen des Kriegsrates vorstand. Ihre Blicke trafen sich kurz und der General der Falken war erleichtert zu sehen, dass sich in den Augen des alten Königs noch immer genauso viel Vertrauen spiegelte wie zuvor. So wagte er es, sich zu erheben und mit einem entschuldigenden Nicken aus dem Zeltlager hinaus in die kühle Nachluft zu treten.

Die Luft war lau und das Zirpen der Grillen tönte von überall her durch die Nacht. Es war noch relativ früh am Abend, aber schon seit einer Stunde konnte man die großen Fixsterne erkennen, die den Menschen schon seit Jahrhunderten den Weg gewiesen hatten. Manch einer versuchte, das Mysterium, dass sich hinter ihnen verbarg mit Messtafeln und Tabellen zu ergründen und wieder andere durch Voraussage und Sterndeuterei und Griffith wäre ein Narr gewesen, sich nicht einzugestehen, dass es so etwas wie Schicksal gab. Er wusste so fest, wie er an die Luft glaubte, die er atmete, dass sein Leben einen Sinn und eine Bedeutung hatte. Er war nicht umsonst geboren worden und jeder weitere Tag, den er im Diesseits zubrachte, förderte nur weiter seine schicksalsgegebene Überlegenheit zu Tage.

Es gab nichts, was er zu befürchten hatte, außer Chaos der Gedanken, es gab nichts, was ihn töten konnte, außer der Zeit und es gab niemanden, der ihm gefährlich werden konnte, außer... Der General hüllte sich in seinen purpurnen Umhang, als ihn eine kalte Brise frösteln ließ. Dieser eine Mann, so spürte Griffith, konnte sein Untergang sein. Gefühle waren gefährlich - sie trübten Verstand und Logik - und genau darin lag die Gefahr.

Er hatte in seinem Spaziergang eine Stelle erreicht, die durch Buschwerk und Bäume vor allzu neugierigen Blicken geschützt war und ihn auf einige Minuten ungestörtes Alleinsein hoffen ließ. Kjaskar und Guts galten seit mehr als einem Tag als vermisst und zumindest jene, die sie hatten von der Klippe stürzen sehen, waren überzeugt von ihrem Tod. Der General schloss kurz die Augen und kämpfte einen Anfall von Panik nieder. Das Überleben der beiden war essentiell für die Falken!

Natürlich würden die Falken auch weiter bestehen, wenn es die beiden nicht mehr gäbe, versuchte sich Griffith zu beruhigen und ignorierte das heiße Stechen, das bei diesem Gedanken durch seine Eingeweide fuhr, aber mit diesen beiden Söldnern an seiner Seite verfügte er über Vorteile, die er sonst niemals hätte. Sicherlich folgten die Leute hauptsächlich ihm, Griffith, wenn sie sich den Falken anschlossen, denn der General war von allen dreien die schillerndste Persönlichkeit. Aber Kjaskar liebten sie wie eine Schwester und waren bereit, für sie zu sterben und Guts hatte die Gabe, todesmüde Männer aus ihrem Schmerz zu reißen und wie einen Sturm über ein Schlachtfeld fegen zu lassen... In ihrem Triumvirat verkörperte Griffith allein die hehren Ideale - aber er wusste auch, dass Menschen von Träumen allein nicht leben konnten.

Schritte hinter ihm ließen ihn aufhorchen, aber er drehte sich nicht um. Vielleicht würde die Person von allein gehen, wenn sie ihn hier stehend fand, aber Sekunden später schalt er sich selbst einen Narren und drehte sich herum. Lord Raban hatte sich wohl ebenfalls aus der Offiziersversammlung hinausgestohlen und stand nun überrascht neben einem Haselnussstrauch, dessen Äste er beiseite gedrückt hielt. Er begrüßte Griffith mit einem leichten Kopfnicken, das dieser beantwortete. Dann herrschten einige unbequeme Sekunden des Schweigens.

"Nun, Sir Raban", begann Griffith und hielt unwillkürlich nach dem immerwährenden Schatten des Edlen Ausschau. "Seid Ihr auch hier, um die Aussicht zu genießen und ein wenig frische Luft zu schnappen?"

Zur Antwort neigte der Mann seinen Kopf und lächelte. "Gehe ich Recht in der Annahme, dass nicht nur Verlangen nach frischer Luft Eure Schritte vom Feldherrenzelt wegführte?"

Griffith antwortete nicht. Er hielt es für klüger, sich in keiner Weise zu einem Kommentar gegenüber den anderen Feldherren hinreißen zu lassen. Zwar hatte er dass Gefühl, Lord Raban vertrauen zu können, denn immerhin war der Edle einer der Wenigen gewesen, die zwar von seiner niederen Herkunft wussten, aber sich davon in ihrem Urteil nie hatten leiten lassen, aber Griffith wusste trotzdem nicht, wer noch alles lauschen mochte. Als er eine Antwort nicht länger herausschieben konnte, verzog er seinen Mund zu einem halben Lächeln, das man als Zustimmung zu Rabans Worten deuten konnte, aber das trotz allem unverbindlich genug war.

Für einige Minuten herrschte wieder Stille zwischen den beiden, aber diesmal war sie keiner Seite unangenehm. Griffith sah, wie im unter ihnen gelegenen Feldlager der Wachwechsel vollzogen wurde und versuchte abzuschätzen, ob er sich noch einige Minuten Ruhe vor den Hohlköpfen im Feldherrenzelt gönnen durfte, als Raban wieder das Wort ergriff. "Habt Ihr schon Nachricht von Euren Offizieren erhalten?", fragte er den jungen General.

Griffith verneinte.

"Das ist zu bedauern." In der Stimme des dunkelhaarigen Edelmannes schwang ehrliches Mitleid. "Ich habe Euren Werdegang in Midland mit großem Interesse verfolgt und ich scheue mich nicht, zuzugeben, dass Ihr und Eure Offiziere zu den fähigsten Kämpfern und Strategen gehört, die ich je sah. Es würde mich dauern, wenn sie tot wären."

Griffith zwang sich zu einem Lächeln und murmelte einige nichtssagende Worte, obwohl der letzte Satz Rabans ihn wieder an seine Ohnmächtigkeit erinnert hatte. Was sollte er tun, wenn Guts und Kjaskar wirklich tot waren? Neue Offiziere suchen? Wieder von vorne anfangen?

Bevor er auch nur ansatzweise einer Antwort auf diese drückenden Fragen näherkommen konnte, hörte er ein dumpfes, gleichmäßiges Trommeln auf dem Grasboden, das sich schnell näherte und schließlich einen Reiter aus Griffiths eigenen Reihen sichtbar werden ließ, der, die Augen starr nach vorn gerichtet, auf das Feldherrenzelt zuhielt. Ein Zuruf Griffiths aber ließ ihn hart an den Zügeln seines Pferdes reißen und mit einer flüssigen Bewegung zu Boden springen.

"Griffith!", begann der Soldat auch gleich, nachdem er Lord Raban einen hastigen Salut gegeben hatte, "Judeau und die anderen haben Guts und Kjaskar gefunden! Es geht ihnen gut, aber..." Der junge Mann kam nicht dazu, seinen Satz zu vollenden, als Griffith ihm schon die Zügel aus der Hand gerissen hatte und aufgesessen war. Erst auf dem Rücken des Pferdes schien ihm zu Bewusstsein zu kommen, dass er nicht einfach ohne Grund aus der Versammlung des Königs verschwinden konnte. Hilflos saß er einige Momente auf dem Pferd und versuchte, zu einem Ergebnis zu kommen, als Raban schließlich vortrat und das Zaumzeug des Hengstes ergriff. "Ich werde Euer Fehlen bei seiner Majestät entschuldigen. Macht Euch keine Gedanken."

Das Lächeln, das Griffith ihm schenkte, hätte strahlender nicht sein können und Raban war einen Moment lang verwirrt, ob dies wirklich Griffith, General der Falken, war, der vor ihm saß, aber da hatte er das Pferd schon losgelassen und Griffith hatte es augenblicklich den Hügel hinab zu den Ställen getrieben, wo sein eigenes Reittier untergebracht war. Der Soldat, der die Meldung überbracht hatte, stand ebenfalls nicht lange still, sondern hastete seinem Obersten hinterher.

Raban blieb zurück und schien den beiden Männern sinnend hinterher zu schauen, wartete aber in Wahrheit nur auf jemand Bestimmtes. Und richtig: Der Staub, der bei Griffiths überhastetem Aufbruch aufgewirbelt worden war, hatte sich noch nicht gelegt, da knirschten Schuhe auf Sand und Lord Owen kam neben ihm zu Stillstand. Der Blonde legte einen Arm in etwas mehr als freundschaftlicher Art um Rabans Hüfte und schaute einen Augenblick ins Lager hinab, wo er Griffith vermutete.

"Er weiß den Wert guter Offiziere zu schätzen, egal, wo sie herkommen", sagte Raban schließlich in die komfortable Stille hinein, die sie umgab.

"Das ist bei ihm nicht verwunderlich", antwortete Owen und ein warmer Ton schwang in seiner Stimme mit, der Raban mit Freude an die bevorstehende Nacht denken ließ. "Vielleicht sind es aber auch nur diese beiden Offiziere, die der Falke so sehr schätzt, dass er seine Contenance verliert."

"Das weiß niemand außer Lord Griffith selbst."

*

Bäume, Häuser und Felder zerflossen zu wirren Schemen, die an ihm vorbeirasten, schneller, als ein menschliches Auge sie erfassen konnte. Atemlos hatte der Soldat Griffith Bericht erstattet darüber, wer Guts und Kjaskar gefunden hatte und wie es ihnen ging. Er war mehr als erstaunt darüber gewesen, dass Kjaskar beinahe ohne Blessuren aus der ganzen Sache rausgekommen war und wäre Griffith von Guts Zustandsbeschreibung nicht zu sehr abgelenkt gewesen, hätte er die Verwunderung seines Söldners geteilt: Kjaskar nahm als Frau Risiken auf sich, die die wenigstens Männer befürchten mussten, wenn sie ein Kampffeld betraten, aber Griffith vertraute ihr, dass sie sich in solchen Situationen selbst beschützen konnte.

Endlich kamen die Lagerfeuer in Sicht, eine letzte Anstrengung für sein Schlachtross und Griffiths Füße berührten den Boden. Wie gewöhnlich sprach sich seine Anwesenheit innerhalb von Minuten im ganzen Lager herum und die Leute strömten herbei. Jetzt zwang sich Griffith wieder dazu, ein aufgeräumtes Verhalten an den Tag zu legen, lächelnd oder grinsend schritt er zwischen den Wachfeuern hindurch und hörte sich kleine Geschichten und Anekdoten an. Niemand im Lager wäre so ausgelassen, wenn es den beiden schlecht gehen würde, sagte er sich und war beruhigt.

Natürlich wurde ihm genauso schnell wie sich seine Ankunft herumsprach auch Kunde von den Vermissten zugetragen: "Unglaublich wie Guts das gemacht hat!", erklang es von allen Seiten. "Einhundert Leute erschlagen und selber noch aufrecht stehen!"

"Ach was! Hast du etwa was anderes vom Stoßtruppenführer erwartet?" "Da soll sogar ein Riese gewesen sein und der zählt alleine schon mehr als zwanzig Mann!"

"Ich sag ja nur, dass ich nichts anderes von ihm erwartet hab.. Aber hundert Mann!", der Sprecher pfiff anerkennend durch eine Lücke in seinen Schneidezähnen.

Griffith setzte gerade dazu an, der Heldenverehrung ein Ende zu setzen, bevor sie noch ins Uferlose ausarten konnte, als er eine Präsenz wahrnahm, die ihn mitten im Satz innehalten ließ. Er blieb stehen und versuchte ohne Erfolg, die Zuneigung niederzukämpfen, die ihn wie eine warme Woge durchlief, seine Lippen verzogen sich zu einem breiten Lächeln und er wusste genau, dass seine Augen leuchteten. Er hasste die Unkontrollierbarkeit dieser Reaktion, obwohl er denjenigen, der sie hervorrief niemals würde hassen können. Eine Gasse bildete sich und an ihrem Ende konnte er Kjaskar sehen, die nervös zu sein schien, und seinen Stoßtruppenführer.

Das warme Gefühl intensivierte sich und sein Lächeln wurde breiter. Nicht eine Sekunde lang hatte er wirklich geglaubt, Guts könnte tot oder bettlägerig sein - stark und ruhig, so als ob ihn der ganze Aufstand nichts anginge, stand er hinter der Generalin und ein leichtes Schmunzeln umspielte seine schmalen Lippen, so als wollte er fragen: ‚Was wunderst du dich?' Und Griffith fühlte in diesem Moment die Größe und die Macht seiner Liebe zu diesem Mann und innerlich jubilierte sein ganzes Sein: Sie waren zusammen und so würde es ewig sein.

~ owari ~

 

 



 » News & Updates
 » History
 » Team / Kontakt
 » Links
 » Umfragen
 » Disclaimer
 » F.A.Q.




 
Berserk Fan