Midland. Ein dunkler Regenschauer trübt die Landschaft. In einer Kneipe
reden die sichtlich unterdrückten Bauern des Königreiches angsterfüllt
über ihre Lage. Nun donnern vier Söldner durch die Türe der Schenke; im
Gepäck ein kleines Mädchen.

Sie verweisen den Besitzer der Bar mitsamt seinen Gästen und verlangen
nach Hopfen und Malz. Ein alter, sichtlich geschwächter Mann betritt die
Einrichtung und fordert die Vier zur Freilassung des Mädchens auf,
doch er wird mit einem Tritt zu Boden geschickt. Das kleine Mädchen erfährt
nun die Grausamkeiten der Vier erwachsenen Männer, welche das Bier absichtlich
über einen alten Holz Tisch vergossen haben und Sie dazu zwingen, das
Vergossene mit der bloßen Zunge aufzunehmen. Mit starkem und unbarmherzigem
Griff bringen die Männer in der Überzahl das kleine Mädchen zu deren
Unterwerfung. Plötzlich jedoch bohrt sich ein Pfeil durch die Schläfe
eines Söldners, der sofort zu Boden taumelt. Zwei der Söldner folgen ihm
rasch, als das Holz ihren Torso durchbohrt.

Der
einzig übriggebliebene Söldner nimmt das Mädchen mit einem Schwert zur
Geisel und versucht verzweifelt, den nun erkennbaren großen, schwarz gemantelten
Mann in der Tür zurechtzuweisen, von dem wohl die Schüsse aus einer Armbrust
ausgegangen sind. Doch mit einem ebenso rasanten Schuss wie den vorigen
bringt der Unbekannte den Geiselnehmer zu Fall. Hinter ihm rafft sich
jedoch ein hart gesottener, mit einem Pfeil durchbohrter Söldner wieder
auf und holt zum Schlag aus, doch mit einem Ruck zieht der Unbekannte
eine riesige Klinge unter seinem Mantel hervor und schwingt diese mit
zwei Armen dem anlaufenden Gegner entgegen. Ein gerader Hieb durchtrennt
den Körper des Söldners und seine Gebeine sowie der Oberkörper fliegen
in einem hohen Bogen durch den Raum. Die noch verbliebenen Gäste der
Kneipe trauen ihren Augen nicht. Noch nie zuvor hatten Sie solch ein
Schauspiel erlebt. Unbekümmert wendet sich der Unbekannte dem nur leicht
verletzten Söldner, der gerade eben noch das Mädchen geiselte, zu, und
spricht zu ihm, dass dieser seinem Meister folgende Nachricht überbringen
solle: "Der Schwarze Ritter ist hier". Der nun erkennbare Schwertschwinger
sucht jetzt das Weite. Das Mädchen, den alten Mann sowie das Publikum
an Gästen in der Kneipe lässt er mit einem Staunen auf den Gesichtern zurück.

Der Überlebende
überbringt die Nachricht seinem Herrn, dem Minister von Midland. Dieser
wiederum eilt zu seinem Vorgesetzten, einem scheinbar nicht menschlichen
Wesen, welches nur als der "Lord" betitelt wird. Gehässig freut sich
dieser, als er von der Nachricht erfährt und befiehlt seinem Untergebenen
die Suche nach dem "Schwarzen Ritter". Dieser sitzt in einem abgelegenen
Waldstück. Man kann erkennen, dass ihn schlimme Albträume plagen, doch sind
es wirklich Albträume? Alles erscheint real, Geister und Geisterstimmen
schwirren durch das Dickicht, sprechen zu dem Schwarzen Ritter, umringen
ihn. Gepeinigt von Schmerzen versucht dieser mit Krafteinsatz
die Schar um sich zu überwältigen. Die Nacht geht vorüber, ein Kreuzzug
durchstreift den Hof Midlands. An vorderster Stelle reitet "Der Lord",
hinter ihm sein Gefolge, durch die brennende Landschaft. Leichen schmücken
seinen Weg, die Suche nach dem Schwarzen Ritter verlief nicht erfolgreich
und so bricht der Lord sein Versprechen mit dem einstigen König Midlands,
jetzt der Minister, seinem Volk das Leben zu lassen, und auch der Minister
selber muss sterben. Der Lord glaubt, dem Schwarzen Ritter
Schuldgefühle zuweisen zu können, indem er die Bewohner nach und nach
wie Vieh tötet, doch ist es wirklich die Absicht des Schwarzen Ritters,
das Leben der Hofbewohner zu schonen? Schließlich aber treffen wieder
ein haufen Pfeile aus dem Nichts ihr Ziel. Reiter des Lords gehen zu
Boden, der Schwarze Ritter tritt in Erscheinung und ein unerbittlicher
Kampf mit dem Lord kommt ins Brodeln.
Screenshots zur Episode 1 – Der Schwarze Ritter